ein ganz besonderes (Juppen-) Ringkissen


Für eine „Juppenhochzeit“
durfte ich ein passendes Ringkissen anfertigen.

Die durch ihre Eleganz und Schlichtheit bestechende Tracht der Bregenzerwälderinnen, die Juppe,
wird aus schwarzer Glanzleinwand hergestellt.
Um die charakteristische, stark glänzende Oberfläche und die steife Elastizität des Juppenrockes zu erlangen, muss das gefärbte Gewebe appretiert (geleimt) und gefältelt werden. 
Der geleimte Juppenstoff wird in der historischen Glästmaschine glänzend gemacht.
Die Farbe nimmt an Leuchtkraft zu, das schwarze Leinen wird kostbar.
Ein Juppenstoff von 480 cm Umfang wird in rund 500 Falten gelegt.
Das händische Fälteln eines Juppenrockes dauerte einen ganzen Tag. 
Foto: Thomas Steinlechner
Um diese Falten zu imitieren habe ich zuerst schwarze Webware in Falten
gelegt und abgesteppt. Goldborte und blaue Bindebänder waren ident platziert.
Der Glanz fehlte, und somit auch die Eleganz.
 Ich war richtig enttäuscht von meinem ersten Versuch
(der mir jetzt als Nadelkissen dient).

Sehr froh drum, das meine Schwiegermama
noch ein Stück alten Juppenstoff aus Omas Juppenkasten holte,
und ihn mir für dieses Ringkissen zur Verfügung gestellt hat. 
Die Falten konnte ich nicht über das ganze Kissen beibehalten
und habe sie nur neben der Goldborte angedacht. 
So liegen die Ringe aber flach auf, und werden von einem
blauen Band (ebenfalls im Juppenrock zu finden) gehalten.

Um den „Halsbindl“ den man zur Juppe um den Hals trägt zu ehren,
habe ich für die Rückseite des Ringkissens schwarzen Samt verwendet. 

Gefüllt mit herrlich feiner Schafwolle & etwas Lavendel 
für einen feinen Duft – passend zu den gewählten Blumen 
(aber ich gebe zu – das war Zufall ;))

mehr Infos zur wunderschönen Wäldertracht: HIER
Linked: Creadienstag, HOT

Liebe Grüße

3 Kommentare zu “ein ganz besonderes (Juppen-) Ringkissen

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