Freebie-Oberteil und erstes Kaufteil seit einem Jahr.

Das Jahr 2014 stand bei mir kleidungstechnisch
unter dem Motto:
„Ich kauf‘ mir keine Oberteile“
Ich hab tatsächlich letztes Jahr HIER und HIER mal ganz
„leise“ darüber berichtet – sanfter eigener Druck
die volle Dröhnung ist nichts für mich 🙂


Na, jedenfalls habe ich durchgehalten, und außer einem
Kleiderschrank voll selbst genähter Sachen ist nichts gekauftes – obenrum –
in den Kleiderschrank gewandert.
Hosen (zwei an der Zahl) habe ich gekauft, 
da ich davor zwei Jahre abstinent war, und sich meine bisherigen
Hosen wort-wörtlich langsam in „Luft“ auflösten 🙂

Meine Erfahrungen waren unterschiedlich – ich möchte fast sagen,
von Quartal zu Quartal… 

Habe ich mich das erste Quartal selbst gequält und bin in ein
Bekleidungsgeschäft mit dem Mantra „du darfst nix kaufen, du darfst nix kaufen…“ gelaufen,

bin ich im zweiten Quartal durch ein Geschäft spaziert und habe zwanghaft
nach Hosen gesucht und nur diese angeschaut… (da kein Hosenkauf-Verbot…)

habe ich im dritten Quartal kein Bekleidungsgeschäft mehr betreten,

und im vierten Quartal auch gar nicht mehr wahr genommen.

Die Wahrnehmungen des Umfelds:
erstes Quartal: ja red‘ du nur, haltest eh nicht durch
zweites Quartal: noch ist das Jahr nicht rum – du kippst
drittes Quartal: es nervt
viertes Quartal: wenigstens ist es bald vorbei

Ich glaube meine Schwester war am meisten genervt.
Wir waren „früher“ oft und gerne miteinander einkaufen – sind dafür auch
in größere Deutsche Städte gefahren –
(für uns Landeier ist Ravensburg und Kempten schon richtig groß :-))
das kam dieses Jahr leider definitiv zu kurz!!
Nach meinen Worten:
 „Schau du nur rein, ich bleib draußen und warte auf dich“ 
vor den ersten beiden Geschäften, 
endete unsere erste und letzte „Shoppingtour ohne Shoppen“ 
in 2014 etwas genervt. 
Verständlich.
Das holen wir 2015 aber nach!!



Ob ich es wieder machen würde?
Schwierig.
Ich mag meine selbstgenähte Kleidung sehr, und bin stolz, dass ich beinahe täglich
„meine“ Kleidung trage. Ich möchte mich unbedingt weiterentwickeln, besser werden – 
an den Punkt kommen an dem selbstgenähte Kleidung nicht sofort als solche
erkannt wird – ausgenommen der guten Verarbeitung wegen ;-).

Schnitte sind sehr viele und gute vorhanden, an meiner Praxis und 
meinen Kenntnissen arbeite ich fast täglich,
aber mit der Auswahl an Stoffen komme ich leider immer wieder an Grenzen.


Diese Jacke (Bild oben) war mein erstes Kaufteil 2015.
Ich behaupte mal ganz frech, die hätte ich auch nähen können…
Leider habe ich zwei Monate nach einem passenden Stoff gesucht,
und keinen gefunden… habt ihr einen Shop-Tipp für „Modestoffe“??

zB 
Stoff für so eine Jacke – in „dezenten“ Farben??
Jersey mit „Seidenanteil“ so wie jede zweite schicke Bluse die momentan 
in den Geschäften hängt, und mir so gut gefällt??
Schwierig…

Am ehesten werde ich in der naheligenden „Lumpenfabrik“ fündig,
in der Meterware neu von der Rolle um 3 – 4 Euro verkauft wird. 
Ich vermute, es sind Reste aus der Bekleidungsindustrie,
und oft ist ein Schnäppchen dabei – wie dieser dünne
melierte Jersey aus dem ich mir ein Shirt genäht habe – 
das sich angenehm und wie eine zweite Haut tragen lässt!!


Vielleicht ist es aber auch nur für mich schwierig in
dieser Hinsicht einzukaufen, weil ich gerne fühle bevor ich kaufe
und schon oft nach Erhalt der Stofflieferung von der Qualität enttäuscht gewesen bin?!
Bin also dankbar über eure Erfahrungen und vielleicht Tipps und Tricks
wie ihr das macht.


Eines ist aber 100%ig,
ich werde weiterhin soviel wie möglich selber nähen – ob für mich, das Kind – und bestimmt bald auch mal für den Mann. 

Weil ich es gerne tue. 
Weil es Spaß macht.
Weil ich kleidungstechnisch verwöhnt bin und nicht mehr gerne Kompromisse eingehe.
Weil es schön ist wenn Schnitt und Stoff perfekt zusammen passen.
Weil ich unterm Strich Geld spare. Ok, darüber lässt sich streiten 🙂

Longsleeve in A-Linie
Freebie-Schnitt: Plantain von Deer and Doe
Linked: MeMadeMittwoch,



Liebe Grüße

24 Kommentare zu “Freebie-Oberteil und erstes Kaufteil seit einem Jahr.

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